Das Matchfischen
Die zweite Angeltechnik die ich neben dem Fliegenfischen bevorzugt, und fast ausschließlich, ausübe ist das Angeln mit der Matchrute. Diese, aus England stammende, Technik des Posenfischens fasziniert mich durch die feinheit und Leichtigkeit des angelgerätes und des Zubehöres.
Das englische Posenangeln unterscheidet sich ziemlich stark von den Posenmethoden, die auf dem Kontinent gebräuchlich sind. Bei uns wird sehr viel mit Laufposen, vorzugsweise Innenlaufposen, und relativ grobschlächtigen Montagen gefischt. Das Matchangeln ist dagegen wesentlich feiner und präziser auf die Bedingungen und Zielfische abgestimmt. Man versteht darunter das Posenangeln mit längeren (360 - 480 cm), feinen und eng beringten Wurfruten sowie meist sehr feinen Schnüren. Beim klassischen Matchangeln sind 20er Schnüre bereits als sehr dick anzusehen.
Früher wurde ich oft von anderen Anglern, oder Angelkammeraden aus dem Angelverein belächelt wenn ich mit meiner Match-Ausrüstung am Wasser war. Bei einem Blick auf meine feine Ausrüstung, der von mir bevorzugten sehr dünnen Angelschnur zwischen 0,10 mm und 0,16 mm Durchmesser und den schon fast wie Spielzeug aussehenden grazielen Posen, kam dann oft die Frage auf welche Köderfischchen ich den gehen wolle. Dies hat aber bald schon nachgelassen und schliesslich ganz aufgehört als ich mit meinem "Spielzeug" die großen Karpfen, Schleien usw. gefangen habe, und meine Kollegen dann mit ihrem altbewährtem Gerät, dessen Teleskopruten an dicke Knüppel, die Haken an Anker, die Schnur eher an Seile, und die Posen an Bojen erinnerten, leer ausgingen. Manche von ihnen sind dann schon neugierig auf meine Ausrüstung geworden, und haben sich beraten lassen, und sind dann nach und nach auf diese Angelart umgestiegen. Andere, und das war der überwiegend ältere Jahrgang der Kollegen fischt auf althergebrachte Weise weiter. Das sind übrigens auch die Angler die sich bei der Jahreshauptversammlung des Vereines dann immer über den schlechten Besatz der einzelnen Gewässer auslassen.

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