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Die Matchrute

Als Matchrute (engl. match = Wettkampf) und Kampfrute wird eine Angelrute bezeichnet, die meist aus drei Teilen besteht. Sie wird speziell für die Friedfischangelei verwendet und kommt ursprünglich aus England (Großbritannien). Sie besitzt häufig eine Spitzenaktion, biegt sich also nur im oberen Drittel, und ist mit einer Vielzahl hochbeiniger Ringe ausgestattet. Die üblichen Längen liegen zwischen 3,60 m bis 4,20 m. Dadurch, dass Matchruten im Vergleich zu Allroundruten sehr viele Ringe besitzen, ist es möglich verhältnismäßig dünne Schnüre zu verwenden. Die im Normalfall durch den Fisch auf die Sehne ausgeübte Kraft wird bei einer Matchrute auf die vielen kleinen Ringe verteilt. Diese drei Eigenschaften, relativ große Länge, Spitzenaktion und dichte Beringung mit kleinen Ringen machen eine Matchrute aus und für das Fische auf große Fische mit feinster Schnur, so beliebt.

Reine“ Korkgriffe und Kombinationen von Kork und Kunststoff gehören bei den hochwertigen Ruten zur Grundausstattung. Oft beendet ein edler Rubberkork den Griff. Bei den günstigeren Modellen werden oft „nur“ Kunststoffgriffe montiert.
Traditionelle Rollenhalter werden noch vor allem bei englischen Herstellern verwendet. Diese Rollenhalter lassen eine punktgenaue Balance zu. Trotz „Low-Tech“ noch sehr beliebt bei den Profis.

Matchrute mit Schraubrollenhalter

Matchrute ohne Schraubrollenhalter

Kork- und Kunstoffgriff

Die Längen von Matchruten können sehr unterschiedlich ausfallen. Je nach gewünschter Wurfweite/Wurfgewicht, Gewässerart, Uferbewuchs, etc. sind Längen von 3.6m – 4.5m gängig. Dann sind die Ruten meist 3-teilig. In Ausnahmefällen sind sogar Ruten bis 6m erhältich, dann sind aber 4 oder 5 Teile nötig.

Das Wurfgewicht wird nach dem Zielfisch ausgewählt. Die leichten Modelle (ca. 2-12g WG) sind wie geschaffen für feine Schnüre, Montagen und kleine Köder. Als Zielfische bieten sich alle kleineren Weißfischarten an. Mit Wurfgewichten von ca. 5-20g sind perfekte Bedingungen für Waggler, weite Würfe und größere Fische gegeben. Bei Wurfgewichten von 10-30g stehen extremen Weiten mit großen Wagglern nichts mehr im Weg. Auch größere Karpfen sind für diese Ruten kein Problem mehr, vorausgesetzt man nimmt sich Zeit, hat eine gut funktionierende Bremse und achtet auf Hindernisse.

Die Ringe sind verhältnismäßig klein, zahlreich und haben nur einen geringen Abstand. Die Ringe stehen außerdem weit vom Blank ab.


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